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by Johannes Bittner

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Diese Gruppenidentitäten haben reale Auswirkungen, aber sie sind diskursiv konstruiert. Sie existieren nicht unabhängig von der Art und Weise, wie die Betroffenen selbst über sich und ‚die anderen‘ sprechen und erst recht nicht davon, welches mediale Bild von ihnen gezeichnet wird. Politisch und gesellschaftlich herausfordernde Gegensätze wie die zwischen Alt und Jung, Arm und Reich oder Ost und West kann nur verstehen, wer über eine gesicherte wissenschaftliche Grundlage verfügt, wie die öffentlichen Diskurse hier funktionieren. Und auch, wer in ihnen mit den Mitteln der Sprache wie handelt. Das gilt auch für das für plurale Gesellschaften zentrale Miteinander unterschiedlicher kultureller oder auch sexueller Identitäten, das global durch strukturellen Rassismus und Sexismus bedroht ist.

Die Arbeitsstelle für linguistische Gesellschaftsforschung analysiert solche Diskurse auf allen Ebenen, auf denen sie stattfinden: lokal, regional, national, global. Unsere Analysen sind diskurs-, medien- und politolinguistisch fundiert. Wir verfolgen dabei auch eigene thematische Schwerpunkte, etwa den zum innerdeutschen Gegensatz zwischen Ost- und Westdeutschland und den Diskursschranken, die die Vollendung der ‚inneren Einheit‘ nach wie vor verhindern.

Das Bemühen um gesellschaftlichen Zusammenhalt braucht wissenschaftliche Analyse

Darüber hinaus aber kooperieren wir in Projekten mit gesellschaftlichen Akteuren, die sich zum Ziel gesetzt haben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die sozialen Fliehkräfte zu schwächen: Stiftungen, Parteien, politische Exekutivinstitutionen, Verbände oder Unternehmen.

Mit ihnen gemeinsam arbeiten wir mit den Mitteln der linguistischen Gesellschaftsforschung an Fragen wie: Welche sprachlichen Mechanismen der Spaltung liegen in den konkreten Diskursen vor? Inwiefern sind sie Ergebnis strategischen Sprachhandelns einzelner Akteure und inwiefern eher unbeabsichtigter Nebeneffekt medial üblicher Kommunikationsweisen? Was bewirken gezielte Versuche der Herstellung gesellschaftlicher Konvergenz durch politische Institutionen im Diskurs? Wodurch erhalten Akteure, die auf Spaltung hinwirken, mitunter mehr öffentliches Gewicht („Voice“) als jene, die daran arbeiten, den demokratischen Konsens zu wahren?

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